k. und ich spazierten am kanalufer entlang, es musste sich um den mittellandkanal handeln, es gab allerdings eine kleine, von schilf mit dunkelbraunen kolben umrandete insel. die mir hier noch nie zuvor aufgefallen war. wir entdeckten am nördlichen ufer außerdem zwei mir bisher unbekannte gebäude. aus irgendeinem grund hatten wir jeder einen kleinen rollkoffer dabei. eins der häuser war ein mehrstöckicges holzhaus, mit mehreren giebeldächern und zwei oder drei türmchen, ebenfalls mit giebeldächchern. das holz hätte treibholz sein können vielleicht oder es wäre von der sorte, wie sie auf einem bauspielplatz verwendet wird. davor befand sich ein großer skateplatz mit vielen rampen, aus beton gegossenen bahnen usw., manche von ihnen mit graffiti angesprüht. viele waren am skaten. wir gelangten zu einem anderen haus, welches auch ein schiff, etwa eine fähre, sein konnte und sich dann später auch unmerklich in ein schiff verwandelte. mir kam mein koffer abhanden, ein page eilte mir aber zur hilfe und gemeinsam begannen wir, den koffer zu suchen. k. war schon lange nicht mehr bei mir. der dienstbote war immer ein wenig zu schnell für mich, ich hatte außerdem jetzt eine tasche dabei, die ich ihm abgenommen hatte, damit er besser suchen könnte. es kam mehrmals vor, das ich ihn aus den augen verlor, es ging auch über förderbänder usw. durch die einzelnen etagen oder auch decks, an einer stelle wurden viele koffer über ein band in einen unteren bereich befördert. ich kam an unterschiedlichen räumen vorbei, etwa restaurants und ein fitnessbereich, der sich im keller des schiffes befand. swimmingpoolblaue plastikfolie bedeckte den boden, darauf standen liegestühle, in welchen sich menschen unter solarienlicht sonnten. drumherum mauern aus beton, wie in einem parkhaus. ich schaute in die aus bordeauxrotem, etwas abgegriffenem leder gefertigte umhängetasche, die ich immer noch mit mir herumtrug. darin befanden sich ein paar alte groschenromane, deren titel ich nicht las. graubraunes papier, eselsohren. ich hangelte mich dann an einem weiß lackierten, metallenen aufbau in ein unteres stockwerk herunter, musste auch über noch mehr förderbänder usw. den pagen hatte ich endlich verloren und mittlerweile auch die gebrauchten heftchen. die tasche jedenfalls war leer, nun war auch das verloren. ein nachzählen der finger ergab: sieben an jeder hand [aufgew.].[8.12.25]
direkt vom baum
pflück‘ dir eine krähe, direkt vom baum, wo sie sitzen vor dem grand hotel. [17.1.24]
schneemänner
2025 in 12 Bildern
regen, der gerne schnee wäre
als wir am frühen abend des 22. mit dem zug im hauptbahnhof ankommen, fällt ein wenig sanfter, kalter regen, der gerne schnee wäre. in der nacht vom 23. zum hl. abend bereits nächtliche gespenstervisite — in einem wilden traum, der unter anderem in einem tagungszentrum oder hotel auf dem berggipfel verortet war. wir waren auf einer radtour und hatten etwas liegengelassen. wie und warum wir in dieses hotel gerieten, weiß ich nicht mehr. aufzugfahrt ungefähr zehn stockwerke, großartige aussicht durch die gläsernen wände, der aufzug fährt entlang des steilen berghanges, neigte sich oben ein wenig zur seite, bevor die tür sich öffnete, was aber so vorgesehen war, dennoch ein wenig misstrauen in diesem augenblich („so ein aufzug könnte auch in einem traum vorkommen“). dann, später, die unverhoffte begegnung in einem zimmer, das bereits beim eintreten angefüllt ist mit einer großen, niemals jemals wieder endenden traurigkeit. ich fühle mich unerwünscht (was nicht immer so ist, wir haben uns auch bereits unterhalten) und verlasse den raum schnell wieder. irgendwann [aufgew.].
Webring UberBlogr
Sehr spontan neulich kürzlich vor ein paar Tagen einen Aufnahmeantrag zum UberBlogr Webring ausgefüllt abgeschickt. Webringe kenne ich noch von Damals™ als das Netz noch einfach war und die Blogs seine Toilettenwände. Bei Klagefall habe ich es gesehen und das war mir Beweis genug. Vielen Dank Dankeschön an Thomas Gigold für die Initiative und die ganze Arbeit!
Liegender Akt, in Excel gemalt
Habe jetzt das Insta von Jonathan Meese aboniert und heute Morgen im Halbschlaf im Küchenradio einen Beitrag zur digitalen Kunst gehört, und dann kommt leider sowas dabei raus, während ich eigentlich die bedingten Formatierungen für den Redaktionsplan 2026 hintereinander kriegen wollen sollte.
Sie können eine bespielte Diskette mit dem Bild darauf bei mir käuflich erwerben für 1oo Euro und ich male auch noch eine Zahl darauf mit Acrylfarbe. Ist günstiger als ein Meese! Habe noch 10 Disketten über.
wird sich noch zeigen
Rasieren vor beschlagenem Spiegel und wie sehen die Schuhe aus, nimm eben das Küchentuch aus dem Papierkorb, mit dem Du gestern das Croissant gegessen hast und wisch das Leder ab. Sagst Du dann auf dem Fahrrad den Krähen guten Morgen einer nach der anderen und wie es sich gehört. Was der Tag bringt, das wird sich noch zeigen. [17.9.25]
[schwarz und rot]
Aus den Briefen – 25 –
heute nacht war ich schon bei der kunst, im traum, das wäre also erledigt für das wochenende. ich war auf dem weg zu meiner oma, die allerdings jahrgang 1918 war und lange nicht mehr lebt. an der bushaltestelle sah ich gegenüber der straße, dass dort skulpturen ausgestellt waren. kurzentschlossen bin ich also dorthin gelaufen. einer der organisatoren stand an einem tapeziertisch davor, ich fragte ihn, ob man schon hinein dürfte, er sagte grinsend natürlich nicht und ich das ich es trotzdem versuche. um hineinzukommen musste man durch ein labyrinth aus behauenen steinwänden, was aber problemlos gelang. ich erinnere dann wenig, es gab riesige skulpturen, etwa einen maulwurf oder vielleicht auch eine schwarze katze. der ort wurde im verlauf immer größer und unübersichtlicher. es gab soetwas wie tribünen, die mit menschen gefüllt waren. von einer stelle aus wollte ich ein foto machen, aber es war ein vorsprung, so ähnlich wie die plattform eines sprungturms, ohne geländer und es wackelte außerdem bedenklich, sodass ich es lieber bleiben ließ. ein kleiner berg, um den in der spirale ein feuerwehrauto fuhr, wie man es als hässliches dekorationsstück, nur dann statt feuerwehr ein zug, kennt. das entwickelte sich dann so, dass ein feuerwehrmann auf einem kleinen balkon stehend, von dem feuerwehrauto aus mit wasser aus dem schlauch in bedrängnis gebracht wurde, sich aber um eine hausecke flüchten konnte und auch einen regenschirm aufspannte. bei einer anderen sache fuhr jemand auf dem ausleger eines autokrans schlitten. ich wollte ein foto machen und das handy war ganz merkwürdig, das hätte mich misstrauisch machen können. dann aber wegen irgendetwas [aufgew.], es war alles sehr verwirrend. [6.9.25]



















